Fernsehen
  • übersetzt von Bernd Schwibs
  • schön gebunden
  • farbiges Vorsatzpapier
  • 256 Seiten
  • Hardcover
  • 2008
  • 25.08.2008

Hardcover

ISBN 978-3-627-00151-3

19,80 *

lieferbar

auch erhältlich als:

EPUB
ISBN: 978-3-627-02151-1
9,99 *
Mit dem Fernsehen ist für den Erzähler, ein Kunsthistoriker mit Stipendium in Berlin, endgültig Schluss. Die Familie ist im Urlaub und die lang aufgeschobene Studie über den Maler Tizian wartet auf ihre Vollendung.
Doch die selbstauferlegte TV-Abstinenz stellt den begeisterten Sportzuschauer auf eine harte Probe: Ein fortwährendes Gefühl des Mangels sucht ihn heim, ein diffuser Schmerz. So gibt er sich dem Müßiggang hin, beginnt eine Odyssee durch das sommerliche Berlin, eine Erkundungsreise durch Ost und West. Eine Odyssee, an deren Ende jedoch die Einsicht in die Macht des Fernsehens steht – und der Erwerb eines Zweitgeräts.
Jean-Philippe Toussaint hat ein vergnügliches Buch über die Folgen eines Selbstversuchs geschrieben: den Ausstieg aus der Fernsehgemeinschaft. Anekdotenreich, pointiert und mit unnachahmlich feiner Ironie durchdringt Toussaint die Rätsel des Berliner Alltags diesseits der Mattscheibe. So ist »Fernsehen« zugleich eine Meditation über die Allgegenwart des Fernsehens wie auch ein ungemein leichtfüßiger Hauptstadt-Roman.
Jean-Philippe Toussaint © Mathieu Zazzo
Jean-Philippe Toussaint

Jean-Philippe Toussaint, geboren 1957 in Brüssel, ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur und Fotograf. Er lebt in Brüssel und auf Korsika. Sein Werk erscheint im Original bei Éditions de Minuit in Paris und auf Deutsch in der Frankfurter Verlagsanstalt, in der Übersetzung des Verlegers Joachim Unseld. Seinen Marie-Zyklus legte die FVA 2017 gesammelt unter dem Titel »M.M.M.M.« vor. Mit »Der USB-Stick« (2020) und »Die Gefühle« (2021) begann er einen zweiten Romanzyklus um den EU-Beamten Jean Detrez, dessen dritter Band »Die Bedrohung« nun erscheint.