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Couscous mit Zimt

  • 448 Seiten
  • 2020
  • Hardcover
  • Debütromane in der FVA
  • ISBN 9783627002787

Hardcover

ISBN 9783627002787

24,00 *

noch nicht erschienen

Auch erhältlich als

E-Book

ISBN 9783627022884

15,99 €

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Elsa Koester porträtiert drei charakterstarke Frauen, deren Schicksale von gesellschaftlichen Umbrüchen und Krisen gezeichnet sind. Die hinreißende Leichtigkeit, mit der sie die Perspektiven von drei Generationen verwebt, die gewinnende Eigenwilligkeit ihrer Figuren und der gesellschaftlich-scharfsichtige Blick der Autorin machen »Couscous mit Zimt« zu einer mitreißenden Lektüre, ein Familienroman voller emotionaler Wärme, Empathie und einer sprühenden Lust am Erzählen.

Zigaretten, Cognac und Bücher – ihre letzten Jahre verbringt die über hundertjährige Lucile am liebsten lesend im Bett ihrer Pariser Wohnung. Als kurz nach Luciles Tod auch ihre Tochter Marie stirbt, erbt Lisa das Appartement in der Avenue de Flandre. Ihr bleiben nur noch die Erinnerungen an die zwei eigenständigen, vom Leben gezeichneten Frauen der Familie. Das Verhältnis von Mutter und Großmutter war explosiv. Die starke, aber auch selbstbezogene Französin Lucile musste nach der Unabhängigkeit Tunesiens mit ihren Töchtern überstürzt nach Frankreich fliehen, ein Heimatverlust, den die in Tunesien geborene, temperamentvolle Marie nie verwunden hat. »Fische haben empfindliche Füße«, pflegte Marie zu sagen, die immer wieder ins Straucheln geriet bei dem Versuch, im neuen Land Fuß zu fassen. Der schmerzhafte Abschied von Tunesien, die erste dramatische Liebe im Pariser Mai 1968, die Flucht vor den Übergriffen Luciles nach Berlin, wo Lisa Jahre später zur Welt kam – von all dem hat Marie ihrer Tochter erzählt. Doch kann Lisa den Erzählungen ihrer Mutter trauen?

Elsa Koester © Susanne Schleyer/autorenarchiv.de
Elsa Koester

Elsa Koester wurde 1984 als Tochter einer französischen Pied-noir mit tunesischer Kolonialgeschichte und eines norddeutschen Friesen mit US-amerikanischer Auswanderungsgeschichte in Berlin geboren, wo sie heute lebt. Sie studierte Literatur- und Politikwissenschaft sowie Soziologie und engagierte sich über 15 Jahre in sozialen Bewegungen. Heute arbeitet sie als politische Redakteurin bei der Wochenzeitung »Der Freitag«. Die neu entflammte Debatte über Identität und Heimat inspirierte sie zu ihrem Romandebüt »Couscous mit Zimt«, in das ihre Erfahrungen aus einer diversen kulturellen Identität, als Journalistin und Aktivistin mit einfließen.

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Was für ein tolles Debüt! Faszinierend, wie Elsa Koester mit einer unglaublichen Sicherheit in ihrer präzisen Sprache ihren Figuren eine Lebendigkeit einhaucht, die einfach umhaut. Der Film, der beim Lesen im Kopf entsteht, reißt auf keiner Seite ab und ich kann mich nicht an viele Bücher erinnern, die so dicht erzählt sind. Dazu kommt, dass jede der Figuren in ihrer ganzen Schwachheit, aber auch in ihrer ganzen Stärke geschildert wird, unglaublich wuchtig! Ihr Buch geht noch weit über die individuellen Erfahrungen hinaus, denn es kommen noch viele andere geschichtliche und gesellschaftliche Betrachtungen hinzu und es liest sich trotzdem leicht und fesselnd. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Buch.
Petra Franke, Buchhandlung Taube in Marbach

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