Wie erobern wir uns unsere Sexfantasien zurück? Fantasie ist Macht, wenn wir sie verstehen. Und es gibt einen Weg, sie neu zu entdecken.
»Eine (S)Exkursion durch die Popkultur, die nicht nur großen Spaß macht, sondern auch eindrücklich zeigt, wie politisch Fantasie ist.« Mareike Fallwickl
Ausgehend von eigenen Erfahrungen, der Verunsicherung einer jungen Frau im Prozess sexueller Selbstfindung, ihren Beobachtungen toxischer Männlichkeitsbilder und ihren eigenen Fantasien geht die Autorin und Schauspielerin Bianca Nawrath der Frage nach: Was sagt unsere Fantasie über uns aus, über unsere Zeit und über unsere Freiheit? Wenn alles schneller, lauter und digitaler wird und alte Machtverhältnisse fortbestehen – wie wirkt sich das auf unser Fühlen, Denken und Begehren aus? Und wann kippt Nähe in Entfremdung?
Bianca Nawraths persönliche und gesellschaftliche Erkundung von Sexfantasien legt den Fokus auf die Rekonstruktion von Begehren und Fantasie entlang medialer, sprachlicher und emotionaler Prägungen. Sie untersucht die Poppkultur in der Popkultur – wie beispielsweise Filme, Werbung, Pornos, Songs und Comedy unsere Vorstellung von Sex prägen, warum es so schwer ist, offen über Fantasien zu sprechen, und wie Fantasie ein therapeutisches Werkzeug werden kann. Mit Interviews, Storytelling, Reflexionen und praktischen Impulsen soll die Lust enttabuisiert werden: Fantasie ist Macht, wenn wir sie verstehen. Und es gibt einen Weg, sie neu zu entdecken.
Stimmen zum Buch
Pressestimmen
Mit Witz, Neugier und schonungsloser Offenheit verbindet Bianca Nawrath persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse. Dabei seziert sie popkulturelle Bilder, Rollenklischees und Sehnsüchte wie unter einem Brennglas. Statt erhobenem Zeigefinger gibt es kluge Beobachtungen, überraschende Perspektiven und jede Menge Stoff zum Nachdenken. Nawrath zeigt, wie stark Popkultur unsere Vorstellungen von Freiheit, Identität und Begehren prägt und warum es sich lohnt, vertraute Bilder kritisch zu hinterfragen. Mal essayistisch, mal autobiografisch, mal im Gespräch mit Expert:innen entsteht ein vielschichtiger Blick auf ein Thema, über das oft mehr getuschelt als geredet wird. ›Poppkultur‹ ist ein ebenso unterhaltsamer wie kluger Reality-Check für das Kopfkino unserer Zeit.FRIZZ
Bianca Nawrath behandelt sehr abwechslungsreiche Themen, jedes Kapitel umreißt neue Aspekte rund um Fantasien und bietet eine Vielfalt an Inputs. Ich empfehle dieses Buch allen Leser*innen, die sich gerne dem Thema Sexfantasien - deren Präsenz ja eigentlich total underrated und tabuisiert wird - auf eine nahbare, lockere Weise widmen wollen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.@booksandwineandloveandmore
Ich liebe, wie direkt, witzig und gleichzeitig super reflektiert Bianca hier über Sexfantasien, Popkultur, toxische Männlichkeitsbilder und unsere eigenen Konditionierungen schreibt, das fühlt sich an wie ein sehr ehrliches, nerdiges Gespräch mit einer Freundin, die sich wirklich tief in das Thema reingefuchst hat. Besonders mochte ich, wie sie Dark Romance, Fanfiction, Pornos und Songs nicht einfach nur verteufelt oder feiert, sondern zeigt, wie sehr all das unsere Begehren prägt und wie wir uns diese Fantasien bewusst zurückerobern können. Für mich ein kluges, empowerndes Sachbuch, das Lust macht, über das eigene Begehren nachzudenken, ohne jemals trocken zu wirken.Paula R. (NetGalley)
›Poppkultur‹ hat mich vor allem deshalb begeistert, weil Bianca Nawrath ein Thema aufgreift, über das viel gesprochen, aber trotzdem erstaunlich selten wirklich offen reflektiert wird: unsere sexuellen Fantasien und die Frage, wie sehr sie von unserer Umwelt geprägt sind […] Einige Gedanken aus dem Buch haben mich deshalb tatsächlich dazu gebracht, meine eigenen Prägungen und Vorstellungen zu hinterfragen. Sehr gut gefallen hat mir auch die persönliche Seite des Buches. Nawrath erzählt offen von ihren eigenen Erfahrungen als Schauspielerin und setzt sich kritisch mit früheren Rollen und den damit verbundenen Bildern auseinander. Dadurch wirkt das Buch nicht wie ein klassischer Ratgeber, sondern vielmehr wie eine ehrliche und manchmal sehr intime Auseinandersetzung mit Lust, Scham und gesellschaftlichen Erwartungen. Auch die Themen Male und Female Gaze, Machtverhältnisse und die wichtige Frage, dass eine Fantasie nicht automatisch bedeutet, dass man sie im echten Leben ausleben möchte, fand ich ausgesprochen interessant. Für mich ein mutiges, modernes und vor allem zum Nachdenken anregendes Buch. Die Mischung aus persönlichen Erfahrungen, Popkultur und gesellschaftlicher Reflexion hat mich überzeugt. Klare 5 Sterne und eine Empfehlung – besonders für junge Frauen, aber eigentlich für alle, die ihre eigenen Vorstellungen einmal hinterfragen möchten.Annekatrin F. (NetGalley)