neu

Elijas Lied

Ihre Kunst ist politisch. (...) Fakt ist: sie hat etwas zu sagen und sie tut es auch. Amanda Lasker–Berlin, ein Name den man sich besser einprägen sollte.
MDR »Unter Büchern«
  • 256 Seiten
  • 2020
  • Hardcover
  • Debütromane in der FVA
  • ISBN 9783627002749
  • Nominiert für den Debütpreis der lit.COLOGNE

Hardcover

ISBN 9783627002749

22,00 *

Sofort lieferbar

Auch erhältlich als

E-Book

ISBN 9783627022846

14,99 €

Unsere E-Books können Sie bei einem unserer folgenden Partner kaufen:

Elija ist die älteste der Schwestern, ihre Augen, von einer großen Lidfalte beschützt, blicken auf das Schöne in der Welt. Sie liebt das Theater, wenn sie die Hagar spielt, die in die Wüste geschickt wird, allein mit einem Kind im Bauch. Auf der Bühne kann Elija Mutter sein, in echt kann sie das nicht. Noa jobbt in einer Kantine. Jeden Tag hofft sie auf Akim, der hoch oben in dem Glasturm mit Elbblick arbeitet. Sie können über vieles sprechen, die Exmatrikulation, ihre Ostasienreisen, nur nicht darüber, wohin sie geht, wenn ihre Schicht in der Kantine vorbei ist. Loth, die Jüngste, ist schön wie eine Statue. Und sie ist wütend. Bei Demos wird sie als Nazi beschimpft, sie selbst hält die Linken für Meinungsfaschisten. Sie ist in die patriotische Hausgemeinschaft in Halle gezogen, um zu kämpfen. Die Wanderung war Loths Idee. Die Idee, noch einmal Schwestern zu sein. Das Moor zu durchqueren und auf dem Berg das Lied zu singen, das ihr Vater für sie gedichtet hat. Doch wie die Schwestern ist auch das Moor nicht mehr dasselbe. Einen Tag verbringen sie zusammen, allein mit sich und den Erinnerungen, die selbst das Moor nicht schlucken kann, mit all dem Morast und Torf, und es gibt nichts, was Halt verspricht.

Amanda Lasker-Berlin beherrscht die Kunst der Verdichtung, das Spurenlegen, das Erzeugen von stärker werdenden Schwingungen bis hin zum Paukenschlag. Ihre fließende, konzentrierte Sprache, ihr Vertrauen auf die Kraft ihrer Figuren sowie die Empathie und Unaufgeregtheit, mit der sie brisante gesellschaftliche Themen mit individuellen Schicksalen engführt, zeugen von dem großen Talent der Debütautorin.


Videoporträt der Autorin


Amanda Lasker-Berlin zu Gast in der Sendung »Unter Büchern«.


Steckbrief zum Debütroman im Branchenmagazin Buchreport vom 3. Januar 2020.


Amanda Lasker-Berlin © Michael Matthey
Amanda Lasker-Berlin

Amanda Lasker-Berlin, geboren 1994 in Essen, inszenierte mit 18 Jahren ihr erstes Theaterstück. Nach einem Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar studiert sie aktuell Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Für ihr Drama »Gelbe Wüste / Rosa Raum« erhielt sie den ThOP-Nachwuchsdramatiker*innenpreis, ihr Stück »Amazonen verrecken« gewann 2019 den 3. Osnabrücker Dramatikerpreis. Für ihre Prosa erhielt sie 2016 den Jurypreis des Münchner Kurzgeschichten-Wettbewerbs und war 2017 Finalistin des Hattinger Förderpreises für junge Literatur. »Elijas Lied« ist ihr erster Roman und nominiert für den Debütpreis der lit.COLOGNE 2020.

Stimmen zum Buch


Pressestimmen


Ihre Kunst ist politisch. (...) Fakt ist: sie hat etwas zu sagen und sie tut es auch. Amanda Lasker–Berlin, ein Name den man sich besser einprägen sollte.
MDR »Unter Büchern«

Buchhandelsstimmen


Amanda Lasker-Berlins Stimme ist unkonventionell und leise aufwühlend, sie zieht unaufhaltsam in ihren Bann, wie Flussströmung, stetig. Dies ist ein Debüt, das Aufmerksamkeit verdient!
Lalena Hoffschildt, Hugendubel München

Veranstaltungen

  • 27
    Okt

    Amanda Lasker-Berlin liest zur "Die lange Nacht des Lesens" bei Hugendubel in München

    27.10.2020, 20:15 Uhr
    München