Ein Buch voller Wärme, am besten abends auf dem Balkon bei einem Glas Rotwein zu lesen. Danach träumt es sich gut.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
  • übersetzt von Sybilla Heinze
  • 176 Seiten
  • 2020
  • Hardcover
  • ISBN 9783627002756

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Es war einmal eine Stadt, deren Bewohner schworen, sie sei die schönste der Welt und in ihr würden Dinge passieren, von denen andere Städte nur träumen könnten. Genau in dieser Stadt, am ehemaligen Revolutionärsplatz Nummer eins, wohnt der verkrüppelte, in einem Kinderheim aufgewachsene Musiker Aleksi Adamiani, dessen Nachname schlicht »Mensch« bedeutet. Auch wenn das Schicksal ihm ein sehr schweres Leben beschieden hatte, lächelte es ihm auch zu und schenkte ihm das treue Akkordeon »Raviata«, seine zwei engsten Freunde Kotiko und Data, die heimlich in ihn verliebte Tamriko und ein vermeintliches Enkelkind: Sinka Adamiani – Sinka Mensch. Verschrobene, warmherzige, eigentümliche und vom Leben gezeichnete Charaktere – es ist ihre bittersüße Geschichte, die Anna Kordsaia-Samadaschwili in ihrem neuen Roman erzählt. Sie alle nehmen ihr zumeist sehr hartes Schicksal an, und viele von ihnen werden an ihm scheitern, aber nicht, ohne ihm zuvor ihren Anteil am Glück abzutrotzen und die hellen Momente des Lebens zu feiern. In den wundersamen, auf den ersten Blick unglaublichen Begebenheiten, die Kordsaia-Samadaschwili zu einem Märchen verwebt,
sind Erdachtes und Wahres untrennbar miteinander verknüpft. In ihnen spiegeln sich die Geschichten der Stadt Tbilissi in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, das alltägliche Leben genauso wie die großen Tragödien, glückliche Fügungen und schwarze Tage, alles, was das Menschsein ausmacht.

»Anna Kordsaia schüttelt Anekdoten aus den Ärmeln ihrer weit geschnittenen Kleidung wie nichts. Tbilissi ist der Stoff, aus dem ihre Bücher gemacht sind. Dabei schreibt sie nicht nostalgisch, sondern schnell und pointiert, nah dran an den Menschen. Das flirrende Milieu ihrer Texte ist die Bohème, deren Liebling Tbilissi seit über hundert Jahren ist.« (JUDITH LEISTER, NZZ)

Anna Kordsaia-Samadaschwili © Nata Sopromadze
Anna Kordsaia-Samadaschwili

Anna Kordsaia-Samadaschwili, geboren 1968, zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen georgischen Autorinnen. Sie lebt und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Kulturjournalistin in Tbilissi und erhielt zahlreiche georgische Literaturpreise. Als Übersetzerin aus dem Deutschen ins Georgische, z. B. Ingeborg Bachmann, Rainald Goetz, Erich Maria Remarque, Bertolt Brecht u. a., wurde sie für ihre Übersetzung von Elfriede Jelineks Liebhaberinnen vom Goethe-Institut Tbilissi ausgezeichnet. Anna Kordsaia-Samadaschwili lehrt an der Ilia State University in Tbilissi Literatur und Kreatives Schreiben. Zuletzt auf Deutsch erschienen ihre Romane »Kinder von Schuschanik« (2018) und »Wer hat die Tschaika getötet?« (2016).


Sybilla Heinze

Sybilla Heinze übersetzte u. a. Werke von Rati Amaglobeli, Beka Adamaschwili und die Romane von Anna Kordsaia-Samadaschwili. Auf der Frankfurter Buchmesse 2017 wurde sie mit dem SABA-Preis für die beste Übertragung aus dem Georgischen ausgezeichnet.

Stimmen zum Buch


Pressestimmen


Ein Buch voller Wärme, am besten abends auf dem Balkon bei einem Glas Rotwein zu lesen. Danach träumt es sich gut.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
So fantastisch dieser Roman auch wirken mag, vieles ist mitten aus dem Leben der Menschen in Tiflis gegriffen, die als Überlebenskünstler anzusehen sind. Somit liefert dieser flirrende, absurde Roman einen tiefen Einblick in die geogische Seele und Befindlichkeit und bereitet (...) ein großes Lesevergnügen.
Birgit Koß, Deutschlandfunk Kultur
Frech und traurig, sarkastisch und liebevoll sind diese Begebenheiten erzählt. Anna Kordsaia-Samadaschwili, in Georgien eine der bekanntesten Autorinnen, gelingt die Balance zwischen spöttischem Ernst und melancholischem Spott eindrucksvoll, und für ihre Figuren ist die hauchfeine Trennlinie zwischen beidem lebenswichtig.
Nicole Henneberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Anna Kordsaia-Samadischwili hat ein Tifliser Märchen geschrieben, das dem Leser die ganz besondere Stimmung der Stadt und ein Gefühl für seine Bewohner vermittelt, die an der Grenze zwischen realer und erfundener Welt leben.
Jochen Rack, BR
In ihrem Spiel mit Geschichten, die aufgenommen, weitergegeben und damit immer auch übersetzt werden, erzählt die Autorin eine zutiefst menschliche Geschichte vom Willen zu gegenseitigem Verständnis.
Timo Krstin, literaturkritik.de
Dieses etwas schräge Opa-Enkelin-Duo und der Erzählstil machen den Roman lebendig und lesenswert. Ein Buch zum Schmunzeln und Weglesen.
Lisa-Marie Röhling, Radio Bremen Zwei