Wir werden fliegen

Die Autorin bringt jeden Satz auf den Punkt, ihr Roman ist flüssig geschrieben, leicht lesbar und fesselt inhaltlich. So würde man sich gerne ausdrücken können.
Helmut Atteneder, OÖN
  • 2023
  • 30.03.2023

Hardcover

ISBN 978-3-627-00308-1

24,00 *

lieferbar

Als Alan verschwindet, stellt seine Schwester Miša fest, wie wenig sie über das neue Leben ihres Bruder weiß. Eines aber ist ihr sehr wohl bekannt: Bereits einmal war Alan plötzlich verschwunden, kurz vor der Wende floh er bei Nacht und Nebel aus dem tschechoslowakischen Žilina in den Westen. Jahre später fand die Familie über Umwege in Wien wieder zusammen. Doch Miša und Alan sind nicht mehr dieselben. Alan, der ehemalige Rebell, ist zu einem überangepassten, strebsamen Arzt geworden, und Miša, die ehemals brave Leseratte, schwebt nach abgebrochenem Studium ufer- und ankerlos von einer europäischen Stadt zur nächsten. Erst als sie den Engländer Joe trifft, fühlt sie sich vorübergehend angekommen. Alan wiederum verliebt sich in die Diplomatentochter Nora, die an seiner Seite ein Zuhause sucht – bis sie auch diesem wieder überdrüssig wird. Miša und Alan sehnen sich nach Zugehörigkeit und driften dabei immer weiter auseinander. Nun, da Alan erneut aus seinem und damit auch aus Mišas Leben geflohen ist, stellt sich für sie die Frage: Werden sie sich selbst, werden sie einander wiederfinden? Wir werden fliegen erzählt vom Wandel, der Zeiten und der Menschen, von Verlust und Neuerfinden, von denen, die mit einem Ziel aufbrechen und doch auf Durchreise bleiben. Aus wechselnder Perspektive entwirft Susanne Gregor ein einfühlsames Porträt zweier Geschwister, die auf der Suche nach sich selbst in unterschiedliche Richtungen aufbrechen und doch umeinanderkreisen – ein warmer, ein hoffnungsvoller Roman.

Susanne Gregor © Laura J Gerlach
Susanne Gregor

Susanne Gregor, 1981 in Žilina (Tschechoslowakei) geboren, zog 1990 mit ihrer Familie nach Oberösterreich. Nach dem Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg lehrte sie ein Jahr lang an der University of New Orleans. Seit 2005 wohnt Gregor in Wien, wo sie Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. 2009 gewann sie den Förderpreis des Hohenemser Literaturpreises und 2010 den ersten Preis der exil-literaturpreise. 2011 erschien ihr Debütroman, »Kein eigener Ort«, 2015 der zweite Roman,»Territorien«, 2018 folgte der Erzählband »Unter Wasser«. 2019 erschien »Das letzte rote Jahr«.

 

Hier ist die Autorin im Gespräch mit Günther Kaindlstorfer:

 

Stimmen zum Buch


Pressestimmen


Die Autorin bringt jeden Satz auf den Punkt, ihr Roman ist flüssig geschrieben, leicht lesbar und fesselt inhaltlich. So würde man sich gerne ausdrücken können.
Helmut Atteneder, OÖN
Mich hat die Autorin vom ersten Wort an begeistert, ich war direkt drin und wollte tief eintauchen in die Geschichten, die vom flüchtigen Glück, vom unausweichlichen Schicksal und nicht zuletzt von großer Hoffnung erzählen. Wunderschön, ein echtes Highlight für mich.
@the_female_reader
Mit warmen, empathischen Worten und einer Sprache, die trotz all der Schwermütigkeit so leicht daherkommt, erzählt Susanne Gregor in ›Wir werden fliegen‹ [...] Mit beeindruckendem Feingefühl verleiht sie jedem*r Protagonist*in eine eigene Sprache, ein eigenes Farbenspiel [...]
@fraedherike
Euch allen möchte ich ›Wir werden fliegen‹ von Susanne Gregor wärmstens empfehlen und wenn ihr es gelesen habt, könnt ihr vielleicht auch das fühlen, was ich gefühlt habe. Ein wahnsinnig schönes Buch.
@librovore
Susanne Gregor hat einen ruhigen, realitätsnahen und auch hoffnungsvollen Roman geschrieben, in dem sich jede/r Leser/in ein Stück weit selbst finden kann. Egal woher man kommt und wo man letztendlich gelandet ist. Für mich war dieser Roman ein großer Gewinn!
@booksnotdead.de
›Wir werden fliegen‹ ist ein behutsamer Roman, dessen Unaufgeregtheit mir sehr gefallen hat. Gregor erzählt in einem ruhigen Ton, und bei allen Schwierigkeiten und Ungerechtigkeiten, von denen wir lesen, ist da immer eine lebensbejahende, positive Grundstimmung, spürt man immer Hoffnung. Dieser Roman hat mich willkommen geheißen und zum Bleiben aufgefordert.
@letteratura_blog
Zwischenmenschliches wird mit wenigen Worten unglaublich gut eingefangen. Charaktere immer schärfer und liebevoller. Die Zeilen versprühen trotz der bisweilen heftigen Themen unglaubliche Hoffnung und Wärme. Leseempfehlung.
@coffeecakesandbooks
Die wehmütige Stimmung in dem Roman hat ihren Zauber und der subtile Stil machen den Roman zu einem filigranen Schmuckstück. Absolute Herzensempfehlung.
@damlac89
Aus wechselnden Perspektiven und mit Zeit- und Ortswechseln erzählt, hat mich ›Wir werden fliegen‹ von der ersten bis zur letzten Seite sehr berührt und mitgerissen. Eine unbedingte Leseempfehlung und ein Monatshighlight.
@nicolekleber
Susanne Gregor enthüllt ein tiefgründiges und einfühlsames Porträt einer ihrer Heimat entrissenen Familie und ihre Folgen. Menschen, die nie richtig ankommen und immer weiter auf der Suche nach einem Heimatgefühl getrieben sind.
@tausendlexi
Ein ermutigender und warmer Roman, der einen durch die Seiten fliegen lässt. Zwischen Zerrissenheit und Hoffnung. Angst und Mut. Entspinnt sich hier ein wundervolles und einfühlsames Familienporträt.
@c_booksblog
Susanne Gregor erzählt ihre ruhige Geschichte sehr warmherzig. Das Buch liest sich sehr angenehm, leicht melancholisch, aber auch hoffnungsvoll [...]
@literaturreich
Susanne Gregor erweist sich mit ›Wir werden fliegen‹ erneut als eine der wichtigsten Erzählstimmen der österreichischen Literatur, die große Aufmerksamkeit verdient. Mit dem, was sie zu erzählen hat, mit dem Spiegel, den sie Österreich gelegentlich vorhält, aber vor allem mit der Art und Weise, wie sie erzählt und ihre sprachlich faszinierenden und dazu auch noch spannenden Roman-Kunstwerke schafft.
Cornelius Hell, Österreich 1
Überzeugend gelingt es Susanne Gregor, die Vielzahl unterschiedlicher Themen, Perspektiven, Schauplätze und Erzählzeiten unter einen Hut zu bringen. Schwierige Inhalte so leichtfüßig und unterhaltsam darstellen zu können, zeugt von großem erzählerischen Talent und Können.
Daniela Chana, Literaturhaus Wien