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Alte Mädchen

In ›Alte Mädchen‹ ist alles drin, was man sich von einem deutschsprachigen Gegenwartsroman nur wünschen kann: Scheitern der kleinbürgerlichen Familie, Sprachlosigkeit und die Ohnmachtserfahrungen deutscher Nachkriegsgeschichte, das Ganze als kaleidoskopartige Erforschung weiblicher Subjektivität erzählt. Julia Wolf schreibt Bewusstseinsgeschichte.
Laudatio zum Robert-Gernhardt-Preis von Alf Mentzer
  • 288 Seiten
  • 2022
  • Hardcover
  • 15.09.2022
  • ISBN 9783627002985

Hardcover

ISBN 9783627002985

24,00 *

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ISBN 9783627023072

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Es sind immer die Töchter, die fragen! Die drei ›Mädchen aus Ostpreußen‹, Anni, Else und Hannelore, sollen für eine Imagekampagne ihrer Seniorenresidenz Modell stehen. Während ›Germany’s Next Topmodel‹ läuft, verhandeln die drei Mittneunzigerinnen, was sie über ihr Leben erzählen wollen – und was nicht.
Im Auto unterwegs nach Polen schickt Gudrun eine Sprachnachricht. Ihre Nichte soll vom Tod der Großmutter erfahren. Doch Gudrun schweift ab, erzählt von der Flucht bei Kriegsende, ihrer Kindheit in den 1950ern. Plötzlich wird klar: Sie muss etwas gestehen.
Undine, Jenny und Thao verbringen ein Wochenende in Berlin, bevor Jenny ihr erstes Kind bekommt. Neben den Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend in den 1980ern und 1990ern treten auch die sozialen Unterschiede wieder ans Licht. Während sie ihre Lebensentscheidungen neu bewerten, setzen die Wehen ein.
In drei Teilen, »Marjellchen«, »Neue Heimat, altes Haus« und »MILF«, porträtiert Julia Wolf drei Frauengenerationen, indem sie den Wunden, Werten und Erfahrungen der Kriegszeit nachspürt. Mit Alte Mädchen ergänzt Julia Wolf die deutsche Nachkriegsgeschichte um eine wichtige Erzählung weiblicher Subjektivität, die uns die Augen öffnet: dafür, woher wir kommen, wohin wir gehen, was wir mitnehmen und was wir loslassen sollten.

Julia Wolf © Franziska Rieder
Julia Wolf

Julia Wolf, 1980 in Groß-Gerau geboren, lebt in Berlin und Leipzig. Für ihren Debütroman »Alles ist jetzt« (FVA 2015) erhielt sie den Kunstpreis Literatur der Brandenburg Lotto GmbH. Beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2016 las sie einen Auszug aus ihrem Roman »Walter Nowak bleibt liegen« (FVA 2017), für den sie mit dem renommierten 3sat-Preis und dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet wurde. »Walter Nowak bleibt liegen« wurde 2017 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihr aktuelles Romanprojekt »Alte Mädchen« wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

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Pressestimmen


Ein Buch wie ein Sog, großartig komponiert. Sachte werde ich von der Gegenwart in die Vergangenheit gezogen. Und plötzlich weine ich, weil diese Frauen ihre Wunden zeigen. Aktueller denn je.
Maren Wurster

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