»Lucie Faulerová versteht es meisterhaft, Beziehungen und intime Momente zu beschwören. So fängt sie auf gekonnte Weise Gefühle und Erfahrungen ein, die uns alle überwältigen können.« Tschechisches Fernsehen
Ausgezeichnet mit dem Europäischen Literaturpreis und dem Premio Salerno Libro d’Europa
Im Zugabteil sitzt eine junge Frau, das Ziel ihrer Reise ist unbekannt. Die Stirn gegen die Scheibe gelehnt, legen sich Maries Erinnerungen an ihre Familie über das Bild der vorbeiziehenden Landschaft.Fröhlichen Momente mischen sich mit quälenden Schuldgefühlen; Marie hegt eine seltsame Faszination für Statistiken, die auch mit der Beziehung zu ihrer geliebten Schwester zu tun hat, die unfreiwillig beendet wurde. Marie will ihren frühen Tod ausblenden, ihre Erinnerungen aber, die sich nach und nach kunstvoll zusammensetzten, zeigen das Bild einer an der Gewalt der Umstände zerbrochenen Familie. Doch auf ihrer Reise versteht Marie, dass sie eine Zukunft hat.
Was bleibt, wenn eine Schwester geht? Ein meisterliches Familienmosaik von großer erzählerischer Intelligenz – zart, poetisch und mit einem Humor wie eine Kampfansage. Lucie Faulerovás international gefeierter Roman über Verlust und die Kunst des Weiterlebens.
Stimmen zum Buch
Pressestimmen
Faulerovà hat eine sehr originelle Erzählweise gefunden. Eine, der eine erstaunliche Balance zwischen Dunkelheit und schließlich leiser Zuversicht, Schwere und trotzendem Witz gelingt.wochentaz, Carola Ebeling
Ein geheimnnisvoll-faszienierender Roman, der ganz unterschiedliche Lesarten ermöglicht und trotz der ernsten Thematik nie in Schwermut versinkt. Leichtigkeit gewinnt das Buch vor allem durch seine lustvolle und verspielte Sprache, die dank der exzellenten Übersetzung von Julia Miesenböck auch im Deutschen intakt ist.Falter, Tino Schlench
Lucie Faulerová hat eine berührende, intensive Erzählung über einen sie fast vernichtenden Schmerz geschrieben […]Momente von Leichtigkeit und (selbst)ironischem, teils derbem Humor finden sich vor allem in den Erinnerungen an den Umgang der Schwestern miteinander, in den Dialogen der beiden. Diese Momente wie auch eine wunderschön behutsam erzählte Möglichkeit einer Liebe geben dem Text seine besondere Balance […] Faulerovà hat eine sehr originelle Erzählweise gefunden. Eine, der eine erstaunliche Balance zwischen Dunkelheit und schließlich leiser Zuversicht, Schwere und trotzendem Witz gelingt.wochentaz, Carola Ebeling
Im Takt der Schienen – Faulerová baut diesen Rhythmus sprachlich auch ein – fallen Gegenwart und Vergangenheit ineinander, Trauer wird zu einem Zustand, in dem sich Erinnerung zwanghaft wiederholt. […] Trotz der Thematik bleibt dem Roman eine eigentümliche Verspieltheit.Buchkultur, Nayra Jonke
Was für eine faszinierende und ungewöhnliche Geschichte! Lucie Faulerová nähert sich schweren, existenziellen Themen wie Verlust, Schuld und der menschlichen Sterblichkeit mit einer verblüffenden Leichtigkeit und tiefen Poesie. Ein einzigartiges, literarisches Juwel, das noch lange nach der letzten Seite im Gedächtnis bleibt.Jacqueline B. (NetGalley)
Veranstaltungen
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18
OktLucie Faulerová mit »Ich habe den Tod gerettet«
Lesung auf den Literaturtagen Zofingen
18.10.2026, 11:30 Uhr
Zofingen