›Omi‹ ist wieder so ein Kuhn’sches Meisterwerk in handwerklicher Vollendung und von nachhaltiger Umgebungslosigkeit. Ich sehe weit und breit keinen Titel in der Nähe von ›Omi‹.
Jamal Tuschick, der Freitag
  • schön gebunden
  • farbiges Vorsatzpapier
  • 2016
  • ISBN 9783627002329

Hardcover

ISBN 9783627002329

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ISBN 9783627022426

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Alte, Schwestern und Pfleger stehen Spalier. In ihrer Mitte eine zerbrechliche Frau im Rollstuhl. Die Reifen quietschen, der Transporter hält, entgeisterte Blicke: Holli Umsiedler ist gekommen, um seine Omi abzuholen.
Seit seine Großmutter im Heim ist, fährt Enkel Holli, sooft er kann, die 400 Kilometer zu ihr. Zwar fortschreitend dement, hält die zarte, willensstarke Frau im Heim alle auf Trab, irrt nachts umher, klaut Gebisse der Bewohner und Gummibärchen aus dem Schwesternzimmer. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, umgeben von Erinnerungen an die im Zweiten Weltkrieg verlorene Heimat in Mähren und ihren ersten Ehemann Tias, dessen letzten Brief von der Front sie im Portemonnaie verwahrt, noch sechzig Jahre nach seinem Tod. Als sie immer tiefer in die Vergangenheit abtaucht, fasst Holli einen Entschluss: Er wird seine Großmutter auf ihrer Zeitreise begleiten. So stehen ein gemieteter Transporter, ein faltbarer Rollstuhl, der treue Sheltie Pit und die mysteriöse Marylong am Anfang einer abenteuerlichen Fahrt, die sie über mehrere Stationen seiner Familiengeschichte bis ins heutige Tschechien führen wird.
Helmut Kuhn hat mit »Omi« einen temporeichen Roman geschrieben, in dessen Zentrum ein ungewöhnliches Gespann steht: Großmutter und Enkel, zwei weit auseinanderliegende Generationen, die aber liebevoll zusammenhalten wie Pech und Schwefel, Bonnie und Clyde, Tick, Trick und Track. Omi ist Familiengeschichte und Roadtrip zugleich – einfallsreich, warmherzig und unschlagbar charmant.
Helmut Kuhn © Severin Wohlleben
Helmut Kuhn
Helmut Kuhn wurde 1962 in München geboren. Nach einem Studium in Berlin und an der Pariser Sorbonne arbeitete er bei der deutsch-jüdischen Zeitschrift »Aufbau« in New York und war Reporter für Die Zeit, Stern, Focus und mare. Er lebt als Autor und Dozent für Journalistik und kreatives Schreiben in Berlin. 2002 erschien sein Romandebüt »Nordstern«, 2006 der Erzählband »Regen im 5/4 Takt«. Als Co-Autor verfasste er zusammen mit Murat Kurnaz »Fünf Jahre meines Lebens. Ein Bericht aus Guantanamo« (2007) sowie mit Cem Gülay »Türkensam. Eine deutsche Gangsterkarriere« (2009).
 Sein von der Kritik vielbeachteter Berlin-Roman »Gehwegschäden« erschien 2012 in der FVA, im Herbst 2016 folgte der Roman »Omi«.

Stimmen zum Buch


Pressestimmen


Tiefgründig […] Wie Helmut Kuhn über sich, seine Lieblingsoma und die Familiengeschichte schreibt, das ist spannend und anrührend.
Margarete Kreuzer, rbb, Stilbruch
Ein wunderbares Buch, leicht zu lesen, dabei anspruchsvoll und fordernd. Helmut Kuhns Fabulierlust findet immer den richtigen Ausdruck, vom ersten bis zum letzten Satz.
Szenario, das Städtemagazin