Im Land der Wölfe

  • Hardcover
  • 2024
  • 02.09.2024
  • Sprache des Textes: Deutsch

Hardcover

ISBN 978-3-627-00320-3

24,00 *

noch nicht erschienen

Nana kommt in eine vom Wahlkampf erhitzte Stadt am Rand von Sachsen, die voll ist von zurückkehrenden Frauen, von Gründerinnen und mutterlosen Ostdeutschen, die nie von ihren Eltern in diese Republik integriert wurden. Als Coach will sie im Wahlkampf Katja Stötzel, die Kandidatin der Zukunftsgrünen, stärken. Doch sie wird auf Distanz gehalten. Verständnis findet sie nicht bei Katja Stötzel, sondern bei einem von ganz rechts, Falk Schlosser. Da ist dieser Hass auf die Welt, den sie teilen. Sie versteht ihn. In Grenzlitz findet sie ihre Verzweiflung und Wut auf eine Gesellschaft wieder, die sie jahrelang von sich geschoben hat. Als sich die Situation zuspitzt und Katja Stötzel bedroht wird, weil überhaupt alles zu eskalieren droht, muss sie sich entscheiden und die Frage stellen: Auf welcher Seite stehe ich eigentlich? Und die unaufhaltsame Ausbreitung der braunen Borkenkäferplage führt unausweichlich zu der Frage: Wer meint es ernst mit der Menschlichkeit? »Im Land der Wölfe« ist ein Grenzgang, authentisch und in überzeugender Sprache wird die Geschichte vom aufkommenden Faschismus in einer Kleinstadt ganz im Osten Deutschlands erzählt. Ein Kampf weniger der politischen Parteien, als vielmehr ein Kampf jeder und jedes Einzelnen um Anerkennung und Hoffnung, und als Waffen dienen die Kränkungen der vergangenen dreißig Jahre, die Verbitterung, der Frust am Jetzt und die allgegenwärtige Heuchelei.

Elsa Koester © Joachim Unseld
Elsa Koester

Elsa Koester wurde 1984 als Tochter einer französischen Pied-noir mit tunesischer Kolonialgeschichte und eines norddeutschen Friesen mit US-amerikanischer Auswanderungsgeschichte in Berlin geboren, wo sie heute lebt. Sie ist politische Journalistin und stellvertretende Chefredakteurin der Wochenzeitung »Der Freitag«. Die neu entflammte Debatte über Kolonialismus, Identität und Heimat inspirierte sie zu ihrem erfolgreichen Romandebüt »Couscous mit Zimt« (FVA 2020), in das ihre Erfahrungen aus einer diversen kulturellen Identität, als Journalistin und Aktivistin einfließen.